Venus in Three Movements
Jordan Deal, Tabloid Press, Refuge Worldwide
ACUD Galerie, Veteranenstraße 21, 10119 Berlin-Mitte
„Venus in Three Movements“ ist eine eintägige öffentliche Veranstaltung, die von der ACUD Galerie im Rahmen des Project Space Festivals 2026 präsentiert wird. Sie entstand in Zusammenarbeit mit TABLOID Press und wird später auf dem Radiosender Refuge Worldwide gesendet. Das Programm, dessen Titel auf Saidiya Hartmans „Venus in Two Acts“ zurückgeht, arbeitet mit dem Echo als feministischer und dekolonialer Klangpraxis – und fragt, was es bedeutet, das zu tragen, was das Archiv nicht fassen kann, und die Stille, wie M. NourbeSe Philip schreibt, sanft brechen zu lassen.
Satz I: Jordan Deal präsentiert eine neue Ausgabe von Capeforce – eine sich wandelnde Oper, die in Julius Eastmans klanglichen Provokationen verwurzelt ist – im ACUD Hof und auf der Veteranenstraße. Mit ihrer Methodik der Chaos-Kraft, live-klanglichen und physischen Interventionen eröffnen sie einen Raum der Reibung, des Bruchs und der kollektiven Beziehung.
Bewegung II: TABLOID Press präsentiert Lesungen, Performances und Soundarbeiten im ACUD Studio und versammelt Autor*innen, die Sprache als Widerstand und Rückeroberung einsetzen.
Bewegung III: Beide werden aufgezeichnet und über Refuge Worldwide ausgestrahlt – wobei die Übertragung selbst zu einem verkörperten Archiv wird.
ACUD Galerie
Die ACUD Galerie ist der nicht-kommerzielle Ausstellungsraum von ACUD MACHT NEU. Kuratorinnen und Künstlerinnen sind eingeladen, in diskursiven Zusammenhang zu dem existierenden Galerieprogramm Ausstellungsreihen und Einzelausstellungen zu konzipieren, oft in Verbindung mit performativen und diskursiven Formaten in den anderen Räumen oder dem Hof des Hauses.
Die meisten Ausstellungen und Projekte der Galerie thematisieren die Möglichkeit neuer Formen des gesellschaftlichen Miteinanders und ökonomischer Transformationsprozesse in Verbindung mit Diskursen zu Postnationalismus, Dekolonisierung, Postkapitalismus, Aktivismus, Feminismus, Queerness, Embodied Practices und Multiperspektivität. Das Ausstellungsprogramm steht niemals isoliert, sondern wird begleitet von einem auf Partizipation angelegten Rahmenprogramm, welches Austausch und Diskurs fördert.
Gegründet: 1991