gr_und

even if memory can guide you at the beginning

Einlass 18:00, Konzert 20:30 | Mo. 22.06.2026 | 18:00*

Hilal Can & Jonas Engel, Emanuele Resce

Kuratiert von James Verhille und Eléonore Varone

Ausstellung, Performance, gr_und, Seestr. 49, 13347 Berlin-Wedding

*18:00*

Die Ausstellung von Emanuele Resce bei gr_und entstand in Zusammenarbeit mit Secant Space in Istanbul. Hier entwickelte der Künstler seine Arbeit Iconoclasm of the Present entwickelte, eine Forschungsarbeit über die Neudefinition kollektiver Identität durch die Transformation und Auslöschung von Bildern.

Resces künstlerische Arbeitsweise ist geprägt von sich überlagernden Ebenen: zeitlichen, geografischen und interpretativen. Er bewegt sich frei zwischen Vergangenheit und Gegenwart und fügt heterogene Elemente zu instabilen Konfigurationen zusammen, die zwischen Konstruktion und Transformation oszillieren. Seine Werke erscheinen als zeitgenössische Totems, die sowohl individuelle als auch kollektive Erinnerungen in sich tragen.

Während seines Aufenthalts im Secant Space, traf Resce auf eine Stadt , die durch aufeinanderfolgende Transformationen geformt wurde – osmanisches Erbe, das mit zeitgenössischer Stadtentwicklung koexistiert, verschiedene religiöse Traditionen, die im Laufe der Zeit dieselben architektonischen Räume bewohnen. Die Arbeit setzte sich in Casalbore fort, einem kleinen Dorf in Süditalien, in dem Resce aufwuchs, bevor sie nach Berlin führte, wo er neue Kooperationen mit Künstlern der lokalen Szene erkundete.

Der Abend beginnt mit einer kurzen Präsentation der Ausstellung und der kuratorischen Zusammenarbeit zwischen Éléonore Varone (Secant Space, Istanbul) und James Verhille (gr_und, Berlin). Es folgt eine Videoarbeit, die Resces Forschungsprozess dokumentiert. Den Abschluss des Abends bildet eine elektronische Live-Performance der türkischen Künstlerin und Musikerin Hilal Can – eine klangliche Erweiterung des künstlerischen Austauschs, den Resce in Istanbul initiiert hat.

gr_und

gr_und ist ein Projektraum, der als Inkubator für die Zusammenarbeit mit Künstler:innen aller Medien konzipiert ist. Die Gruppe, die den Projektraum betreibt, besteht aus Künstler:innen, Kurator:innen, Produzent:innen, Kunstvermittler:innen und kreativen Einzelpersonen, die gemeinsam auf freiwilliger Basis arbeiten. Ihr Modell ist horizontal strukturiert und basiert auf sozialen Begegnungen, die die Zugänglichkeit fördern, und nicht auf einem geschlossenen und hierarchischen System. 

gr_und ist ein transdisziplinärer Raum für bildende Kunst, Performance, Sound und Linguistik, dessen Aufgabe es ist, Künstler:innen zu unterstützen und das Wissen darüber zu erweitern, was zeitgenössische Praxis, bildende Kunst und Kultur in Berlin bedeuten kann.

Gegründet: 2017

Barrierefreiheit

  • Für gehbehinderte oder auf einen Rollstuhl angewiesene Menschen zugänglich.
  • Für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich.
  • Für hörgeschädigte und gehörlose Menschen zugänglich.

Sitzgelegenheiten: Stehveranstaltung mit einigen Stühlen für Personen, die sich hinsetzen müssen
Altersgruppen: für alle Altersgruppen geeignet
Sprachen: Englisch; es handelt sich hauptsächlich um eine Ausstellungspräsentation und ein Konzert, Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich
Rollstuhlfahrer:innen | Kinderwagen: ebenerdig zugänglich
Hörgeschädigte | Gehörlose Menschen: geeignet
Blinde Menschen: teilweise geeignet
Neurodiversität: Die Veranstaltung findet in einer entspannten, ungezwungenen Atmosphäre statt. Die Besucher:innen können sich in ihrem eigenen Tempo bewegen. Das Programm umfasst eine kurze Präsentation, eine Videovorführung und ein Live-Konzert – es sind keine plötzlichen Formatwechsel oder unerwarteten Reize geplant.
Weitere Ankündigungen: Die Veranstaltung beinhaltet ein Live-Konzert mit elektronischer Musik. Es ist mit lauten Geräuschen zu rechnen.